Rasse und Herkunft

Wesen und Charakter

Der Bolonka Zwetna ist ein sehr intelligenter Hund. Er interessiert sich für alles Neue und lernt schnell. Bolonkas sind unkompliziert, lebhaft, fröhlich und haben ein ausgeglichenes Wesen.

Als Familienhund ist der Bolonka ebenso gut geeignet wie auch als Familienmitglied bei älteren Menschen.  Die Erziehung gestaltet sich als relativ einfach.  Bolonkas passen sich schnell und ohne Probleme an ein neues Leben und die Gewohnheiten ihrer neuen Menschen an.

Bolonkas möchten ständigen Kontakt zur Familie, sie möchten immer und überall dabei sein und erwarten als vollwertiges Familienmitglied anerkannt zu werden.  Auch wenn sie ein lebhaftes Temperament haben, sind sie sehr anhänglich und bleiben nicht gerne lange allein.  Zuhause oder im eigenen Garten zeigen sie ein sehr wachsames Verhalten. Sie sind zwar keine Kläffer, melden aber Eindringlinge mit entsprechendem Bellen.  Bei entsprechender Sozialisierung, kommen sie mit Kindern, Katzen und anderen Haustieren sehr gut zurecht. Fremden gegenüber zeigen sie nicht immer gleich vertrauen, sind aber niemals aggressiv oder bissig.

Die Geschichte

Der Ursprung des Bolonka Zwetna ist in den russischen Zarenhäusern zu finden. Hier wurden die kleinen Hunde, zunächst entstand der „Bolonka franzuskaya“ welcher vom „Bichon frise“ abstammte, gerne an die Damen, als Schoßhündchen und Schmuckstück der oberen Gesellschaften verschenkt. Vorfahren waren auch die heutigen Shih Tzu und Toy-Pudel.

Schoßhündchen = Bolonka                     Zwetna = bunt, farbig

Die Bolonkas wurden, so wie man sie heute kennt, in russischen Jagdvereinen gezüchtet. Anfang der 50er Jahre wollte man eine kleine nationale Hunderasse mit langem, einfarbigen Fell züchten.  Der Rassestandard für den Bolonka Zwetna wurde 1964 festgelegt und 1966 durch das sowjetische Landwirtschaftsministerium bestätigt. In Deutschland aber wurde lange Zeit eine Variante des Bolonka Zwetna, der Deutsche Bolonka, gezüchtet. Dieser wich in einigen Punkten vom russischen Rassestandard ab.  Die Hunde waren wesentlich kleiner und erlaubt war auch einen Weißanteil im Fell, entgegen dem russischen Standard. Seit etwa 2011 wird diese Variante jedoch innerhalb des offiziellen russischen Standards als „Bolonka Zwetna deutschen Typs“ gezüchtet.
Die so genannten Russkaya Tsvetnaya Bolonka durften alle Fellfarben aufweisen, außer Reinweiß – was auch noch heute der Fall ist.

Wir persönlich halten nichts vom Züchten der Mini-Bolonkas ! Diese sind erfahrungsgemäß anfälliger gegen Krankheiten und fressen schlecht.  Unsere Bolonkas ähneln eher denen des russischen Rassestandards.

Bolonkas sind für Menschen mit Allergien gegen Hundehaare geeignet – das Fell ähnelt den menschlichen Haaren, fallen nur bedingt aus und sollten ab un zu, alle 4 – 5 Monate, etwas zurück geschnitten werden.  Das tägliche Kämmen, so wie bei uns Menschen, sollte bei Bolonkas selbtverständlich sein.  Bolonkas haaren nicht, aber wie bei uns Menschen, werden die lockeren Haare in der Bürste aufgefangen !  Bolonkas sollten auch alle 2 – 3 Monate mit einem speziellen Hundeshampoo gebadet werden. Das Fell glänzt danach wunderschön und das Kämmen wird erleichtert.